Inhaltsverzeichnis
Kakanien auf Widerruf: Österreich und der Habsburg-Mythos bei Ingeborg Bachmann
Doppelleben: Fluchten ohne Perspektive
Humanität, Nationalität, Bestialität: Deutschland und Österreich in der Parallele
Österreich als Ort von Spiegelungen: Ein literarisches Projekt
Kein erstgeborenes Land: Grenzgänge und mythisches Exil
...ich jetzt, ein Trotta?: Anknüpfungen an ein slowenisches Geschlecht
An meine Völker: Die Casa dAustria als memetisches Konstrukt
Es ist diese Haßliebe.: Ein Kraussches Dilemma
Beschwörung und Atem. Sprachduktus und Geschichtsmasse in Elias Canettis Das Augenspiel
Im Zeichen der Erinnerung
Das Urteil
Auge und Atem
Geißelung der Eitelkeit
Der Superlativ
Reflexion der Geschichte
Politische Masse, politische Macht
Vision und Beschleunigung
Land ohne Grenzen
Der Kristall der Sprache
Nachwort von David Jäger: Der Verfall ist ein Meister aus Österreich
Nachgeburt des erstgeborenen Landes
Literaturverzeichnis
Über dieses Buch
Was die Welt von Österreich kennt, beschränkt sich zumeist auf touristischen Eindruck - Skiparadies, Opernball, zünftiges Bier und fragliche Bodenhaftung. In den literarischen Programmen von Elias Canetti und Ingeborg Bachmann jedoch liegt eine Utopie begraben, die über nationale Schablonen weit hinausweist.
Die Zeitachse vor und nach dem nationalsozialistischen Terror definiert Tradition und Moderne neu: Beide Autoren zeigen sich als im Kern konservative Exilierte ihrer Gegenwart, die in der Kunstwelt des Buches und des Traums einen Weg durch die geistige Steppe suchen, die Hitler und seine deutschösterreichischen Vasallen hinterlassen haben.
Aus dem Inhalt
Ingeborg Bachmann führte ein Doppelleben zwischen Wien und Rom, zwischen ihrer Herkunft aus dem Gailtal auf der einen Seite und Metropolen wie Rom, New York, Berlin, Wien auf der anderen Seite, vor allen Dingen zwischen der Alltäglichkeit der österreichischen Existenz als Nachklang von Donaumonarchie, Nazi-Terror, Antisemitismus und einer anwachsenden , in der späten Erzählung Drei Wege zum See kulminierenden, kritischen Inthronisierung eines Trotta-Kakaniens, das als utopischer Fluchtpunkt von Exilierung und Heimatlosigkeit fungiert. Dieses Doppelleben, das in territorialer Perspektive oberflächlich erscheint, dessen Dimensionen aber über die Charaktere in Bachmanns Erzählungen, die Motivwahl, die Sprache bis in die historische Dimension literarischer Genealogie und Kulturphilosophie hinüber wachsen, ist der persönliche Mythos Ingeborg Bachmanns, der ihre Schriftstellerexistenz, ihr literarisches Werk, ihre Werkphilosophie begründen und erklären hilft. Über ihr Projekt der Darstellung eines Sittengemäldes der Zeit und der österreichischen Gesellschaft hinaus, an dem sie in der Tradition französischer Schriftsteller unter dem Leitmotiv Musilscher Spiegelungen arbeitete, versucht Bachmann, die Wiedererrichtung eines Reiches im Roman , das Musil mit dem Mann ohne Eigenschaften vor dem historischen Hintergrund der Vielvölkermonarchie, der kakanischen Gesellschaft, ihrer moralischen Insuffizienz und ihres retardierenden Modernismus begann, mit ihrem eigenen Werk, vor allen Dingen in der Prosa, also in den Erzählungen und dem Todesartenprojekt fortzuführen.
Ähnlich wie Joseph Roth verstärkt auch Bachmann mit dem Forschreiten ihres literarischen Werkes die Tendenz einer kakanischen Gegenwelt, deren Grundformationen sich vor allem in der Bedeutung von Personennamen und ihres vornehmlich slawischen Ursprungs befestigen. Ähnlich wie Roth im Angesicht des Nationalsozialismus das Verhängnis von Exilierung im Schatten des untergegangenen, monarchistischen Vielvölkerstaates - in der Büste des Kaisers und Die Kapuzinergruft - zur vorherrschenden Richtung seiner Leitmotivik machte, ist bei der Bachmann eine Entwicklung vom Dreißigsten Jahr bis zu den Drei Wegen am See festzustellen: Im Angesicht des von Bachmann diagnostizierten, alltäglichen Faschismus in den menschlichen Beziehungen und der durch die moderne Gesellschaft exilierten Persönlichkeiten wird im Anschluss an Roths Kapuzinergruft ein Netz von Andeutungen geknüpft, das die von Bachmann behaupteten unterirdischen Verbindungen , die im Nachhall der Donaumonarchie noch existierten, in einer oberirdischen Allianz des Literarischen beschwören soll.
Die Literatur bzw. der Text werden damit zum Ort, in dem das Unmögliche wahr gemacht, ein Reich jenseits konkreten Machtkalküls in Politik und Beziehungen durch die Gemeinsamkeit österreichischer Schriftsteller in Vergangenheit und Gegenwart gegründet werden kann. In dieser Tradition von Grillparzer, Hofmannsthal, Musil und Rilke sieht sich auch die Bachmann , wenngleich die Selbstreklamation einer österreichischen Literatur sowohl für Bachmann als auch für frühere österreichische Schriftsteller nicht nur problematisch ist, sondern zur Provinzialität führt. Der Gegensatz von Deutschland und Österreich als kultureller scheint für sie jedoch nicht überwindbar bzw. ist ein offensichtlicher: Jenseits aller Brücken wird er in der Erzählung Drei Wege zum See, die für das Verständnis einer kakanischen Utopie zentral genannt werden kann, aus Sicht der Hauptfigur Elisabeth Matrei gegen Deutschland entschieden. Stattdessen wird das slawische Motiv zum vorherrschenden Gegenpol einer gegen die urbanistische Zerstörung des modernen Lebens gerichteten Existenz nahe der Natur, des Gefühls und der Harmonie. Ursprungs- und Fluchtmythos treffen hier zwischen dem slowenischen Sipolje und dem Galizien des Ostens und des Südens an einem Ort zusammen, wo die Heilung von den durch gescheiterte Beziehungen geschlagenen Wunden aufzuscheinen beginnt und letztlich doch verfehlt wird. Dieses Verfehlen jedoch ist proprietär und unvermeidbar es ist immer zu spät für die Heilung, die Rückkehr letztlich unmöglich. Wofür es nicht zu spät ist, ist die Erkenntnis, dass Heilung an sich, dass die Rückkehr zu einem erfüllten Leben möglich sind.
Mehr erfahren Sie in
Stuckel, Eva-Maria:
Österreich, Monarchie, Operette und Anschluss.
Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus
im Fadenkreuz von Ingeborg Bachmann und Elias Canetti. Mit einem Nachwort von David Jäger.
Gladbeck, KFVR 2001
ISBN 3-931300-09-9
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Literaturverzeichnis
Zu Ingeborg Bachmann:
JEAN AMÉRY, Am Grabe einer ungekannten Freundin [1973], in: Christine Koschel/Inge von Weidenbaum (Hrsg.), Kein objektives Urteil nur ein lebendiges. Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, München 1989, S. 200 - 202
JEAN AMÉRY, Trotta kehrt zurück [1972], in: Christine Koschel/Inge von Weidenbaum (Hrsg.), Kein objektives Urteil nur ein lebendiges. Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, München 1989, S. 192 - 196
BEATRICE ANGST-HÜRLIMANN, Im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen. Zum Problem der Sprache bei Ingeborg Bachmann, Zürich 1971
INGEBORG BACHMANN, Werke. Herausgegeben von Christine Koschel, Clemens Münster, Inge von Weidenbaum, München 1978
INGEBORG BACHMANN, Wir müssen wahre Sätze finden. Gespräche und Interviews. Herausgegeben von Christine Koschel und Inge von Weidenbaum, München 1983
KURT BARTSCH, Ein nach vorn geöffnetes Reich von unbekannten Grenzen. Zur Bedeutung Musils für Ingeborg Bachmanns Literaturauffassung, in: UWE BAUR/ELISABETH CASTEX (Hrsg.), Robert Musil. Untersuchungen, Königstein/Ts. 1980, S. 162 - 169
KURT BARTSCH, Geschichtliche Erfahrungen in der Prosa von Bachmann. Am Beispiel der Erzählungen JUGEND IN EINER ÖSTERREICHISCHEN STADT und UNTER MÖRDERN UND IRREN, in: Hans Höller (Hrsg.), Der dunkle Schatten, dem ich schon seit Anfang folge. Ingeborg Bachmann Vorschläge zu einer neuen Lektüre des Werks, Wien/München 1982, S. 111 124
KURT BARTSCH, Ingeborg Bachmann, Stuttgart 1988
JAKUB-FORST BATTAGLIA, Joseph Roth und Polen, in: HUBERT ORLOWSKI (Hrsg.), Österreichisch-polnische literarische Nachbarschaft. Materialy z Konferencji (Poznan 30.11. 2.12.1977), Poznan 1979, S. 105 108
ANDREAS HAPKEMEYER, Die Funktion der Personennamen in Ingeborg Bachmanns später Prosa, in: Literatur und Kritik 19 (1984), S. 352 363
ANDREAS HAPKEMEYER (Hrsg.), Ingeborg Bachmann. Bilder aus ihrem Leben. Mit Texten aus ihrem Werk, München 1983
ANDREAS HAPKEMEYER, Ingeborg Bachmann. Entwicklungslinien in Werk und Leben, Wien 1990
ANDREAS HAPKEMEYER, Ingeborg Bachmann: Die Grenzthematik und die Funktion des slawischen Elements in ihrem Werk, in: Acta neophilologica 17 (1984), S. 45 - 49
HANS HÖLLER, Die Polen-Interviews Ingeborg Bachmanns und ihre Stellung im Gesamtwerk, in: HUBERT ORLOWSKI (Hrsg.), Österreichisch-polnische literarische Nachbarschaft. Materialy z Konferencji (Poznan 30.11. 2.12.1977), Poznan 1979, S. 127 135
MARTA JAKUBOWICZ-PISAREK, Stand der Forschung zum Werk von Ingeborg Bachmann, Frankfurt/Main 1984
ELFRIEDE JELINEK, Der Krieg mit anderen Mitteln [1984], in: CHRISTINE KOSCHEL/INGE VON WEIDENBAUM (Hrsg.), Kein objektives Urteil nur ein lebendiges. Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, München 1989, S. 311 320
MANFRED JURGENSEN, Das Bild Österreichs in den Werken Ingeborg Bachmanns, Thomas Bernhards und Peter Handkes, in: KURT BARTSCH/DIETMAR GOLTSCHNIGG/GERHARD MELZER (Hrsg.), Für und wider eine österreichische Literatur, Königstein/Ts. 1982, S. 152 174
SARA LENNOX, Bachmann und Wittgenstein [1985], in: CHRISTINE KOSCHEL/INGE VON WEIDENBAUM (Hrsg.), Kein objektives Urteil nur ein lebendiges. Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, München 1989, S. 600 621
HELGA MEISE, Topographien. Lektürevorschläge zu Ingeborg Bachmann, in: Text und Kritik (Sonderband), München 1984, S. 93 108
J. C. NYÍRI, Zwei geistige Leitsterne: Musil und Wittgenstein, in: Literatur und Kritik 111 (1977), S. 167 - 179
SIGRID SCHMID-BORTENSCHLAGER, Frauen als Opfer Gesellschaftliche Realität und literarisches Modell. Zur Ingeborg Bachmanns Erzählband Simultan, in: HANS HÖLLER (Hrsg.), Der dunkle Schatten, dem ich schon seit Anfang folge. Ingeborg Bachmann Vorschläge zu einer neuen Lektüre des Werks, Wien/München 1982, S. 85 95
SIGRID SCHMID-BORTENSCHLAGER, Die österreichisch-ungarische Monarchie als utopisches Modell im Prosawerk von Ingeborg Bachmann, in: Acta neophilologica 17 (1984), S. 21 - 31
TANJA SCHMIDT, Beraubung des Eigenen. Zur Darstellung geschichtlicher Erfahrung im Erzählzyklus Simultan von Ingeborg Bachmann [1986], in: CHRISTINE KOSCHEL/INGE VON WEIDENBAUM (Hrsg.), Kein objektives Urteil nur ein lebendiges. Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, München 1989, S. 479 502
JOST SCHNEIDER, Die Kompositionsmethode Ingeborg Bachmanns. Erzählstil und Engagement in DAS DREIßIGSTE JAHR, MALINA und SIMULTAN, Bielefeld 1999
HEIDE SEIDEL, Ingeborg Bachmann und Ludwig Wittgenstein. Person und Werk Ludwig Wittgensteins in den Erzählungen &Mac226;Das dreißigste Jahr und &Mac226;Ein Wildermuth, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 98 (1979), S. 267 282
HILDE SPIEL, Die österreichische Literatur nach 1945. Eine Einführung, in: H. S. (Hrsg.), Die zeitgenössische Literatur Österreichs. Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Autoren Werke Themen Tendenzen seit 1945, Zürich/München 1976, S. 11 127
VIKTOR SUCHY, Kontinuität und Traditionsbruch in der österreichischen Dichtung der Gegenwart, in: OSCAR SCHATZ/WALTER STROLTZ (Hrsg.), Dauer im Wandel. Aspekte österreichischer Kulturentwicklung, Wien 1975, S. 45 61
NORBERT WEBER, Das gesellschaftlich Vermittelte der Romane österreichischer Schriftsteller seit 1970, Frankfurt/Main 1980, S. 7 90, 110 133
WALTER WEIß, Österreichische Literatur Eine Gefangene des habsburgischen Mythos?, in: INSTITUT FÜR ÖSTERREICHKUNDE (Hrsg.), Geschichte in der österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Wien 1970, S. 55 72
Zu Elias Canetti:
ELIAS CANETTI: Das Augenspiel. Lebensgeschichte 1931-1937. Frankfurt/Main 121999 (1988)
INGRID AICHINGER: Probleme der Autobiographie als Sprachkunstwerk, in: GÜNTER NIGGL (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989, S. 170 - 199
ALEIDE ASSMANN: Gedächtnis, Erinnerung, in: KLAUS BERGMANN (Hrsg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik. 5. Aufl., Seelze 1997, S. 33 37
DAGMAR BARNOUW: Elias Canetti. Stuttgart 1979
JOHN BAYLEY: Canetti und Macht, in: Hüter der Verwandlung. Beiträge zum Werk von Elias Canetti. München/Wien 1985, S. 133 147
MARTIN BOLLACHER: » [
] das Weitertragen des Gelesenen«. Lesen und Schreiben in Canettis Autobiographie, in: GERHARD NEUMANN (Hrsg.): Canetti als Leser. Freiburg im Breisgau 1996, S. 33 - 48
MARTIN BOLLACHER: »ich verneige mich vor der Erinnerung«. Elias Canettis autobiographische Schriften, in: Hüter der Verwandlung. Beiträge zum Werk von Elias Canetti. München/Wien 1985, S. 245 259
MARTIN BOLLACHER: Mundus liber. Zum Verhältnis von Sprache und Judentum bei Elias Canetti, in: STEFAN H. KASZY¡SKI (Hrsg.): Elias Canettis Anthropologie und Poetik. München/Pozna 1984, S. 47 - 67
GISELA BRINKER-GABLER: Metamorphosen des Subjekts. Autobiographie, Textualität und Erinnerung, in: MAGDALENE HEUSER (Hrsg.): Autobiographien von Frauen: Beiträge zu ihrer Geschichte. Tübingen 1996, S. 393 404
ELIZABETH W. BRUSS: Die Autobiographie als literarischer Akt, in: GÜNTER NIGGL (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989, S. 258 279
ELIAS CANETTI: Der Beruf des Dichters, in: Akzente XXIII (1976), S. 97 - 107
ALFRED DOPPLER: Der Hüter der Verwandlungen. Canettis Bestimmung des Dichters, in: FRIEDBERT ASPERTSBERGER/GERALD STIEG (Hrsg.): Elias Canetti. Blendung als Lebensform. Königstein/Ts. 1985, S. 45 - 56
ALFRED DOPPLER: Sprache: Kommunikation oder Herrschaftsinstrument? (Bemerkungen zur Sprachauffassung Elias Canettis), in: EDUARD BEUTNER/WALTER WEISS (Hrsg.): Literatur und Sprache im Österreich der Zwischenkriegszeit. Polnisch-österreichisches Germanisten-Symposion 1983 in Salzburg. Stuttgart 1985, S. 77 - 86
FRIEDERIKE EIGLER: Das autobiographische Werk von Elias Canetti. Tübingen 1988
GEORGES GUSDORF: Voraussetzungen und Grenzen der Autobiographie, in: GÜNTER NIGGL (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989, S. 121 147
WOLFGANG HÄDECKE: Die moralische Quadratur des Kreises, in: Text + Kritik 28 (1970), S. 24 - 29
EBERHARD HILSCHER: Elias Canetti, ein Ohrenzeuge unserer Epoche, in: E. H., Neue poetische Weltbilder. Essays. Berlin 1992, S. 169 190
PAUL KRUNTORAD: Prosa in Österreich seit 1945, in: HILDE SPIEL (Hrsg.): Die zeitgenössische Literatur Österreichs. Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Autoren Werke Themen Tendenzen seit 1945. Zürich/München 1976, S. 241 246
DAGMAR C. G. LORENZ: Austrian Jewish History and Identity after 1945, in: Modern Austrian Literature 27/3-4 (1994), S. 1 17
CLAUDIO MAGRIS: Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur. Salzburg 1966, S. 239 244
CLAUDIO MAGRIS: Ein Schriftsteller, der aus vielen Personen besteht. Canetti und Kakanien, in: Hüter der Verwandlung. Beiträge zum Werk von Elias Canetti. München/Wien 1985, S. 260 273
GERHARD MELZER: Der einzige Satz und sein Eigentümer. Versuch über den symbolischen Machthaber Elias Canetti, in: KURT BARTSCH/GERHARD MELZER (Hrsg.): Experte der Macht. Elias Canetti. Graz 1985, S. 58 - 72
SERGE MOSCOVICI: Die sozialen Körper, in: Hüter der Verwandlung. Beiträge zum Werk von Elias Canetti. München/Wien 1985, S. 48 - 64
ROY PASCAL: Die Autobiographie als Kunstform, in: GÜNTER NIGGL (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989, S. 148 157
JOHAN POTGIETER: Elias Canetti: Individuum versus Masse. Eine sprachrealistische Veranschaulichung seiner Philosophie in Die Blendung, in: Modern Austrian Literature 27/3-4 (1994), S. 71 81
MAREK PRZYBECKI: Am Besten
Dichter und Arzt zusammen. Zu Elias Canettis therapeutischem Literaturverständnis, in: JOSEPH P. STRELKA/ZSUZSA SZÉLL (Hrsg.): Ist Wahrheit ein Meer von Grashalmen? Zum Werk Elias Canettis. Bern 1993, S. 69 79
NORBERT SCHAUSBERGER: Zur Vorgeschichte der Annexion Österreichs, in: DOKUMENTATIONSARCHIV DES ÖSTERREICHISCHEN WIDERSTANDES (Hrsg.): Anschluß 1938. Eine Dokumentation. Wien 1988, S. 1 20
LYDIA SCHIETH: Elias Canetti: Ein Europäer erinnert sich, in: ULF ABRAHAM/ORTWIN BEISBART (Hrsg.): Einige werden bleiben. Und mit ihnen das Vermächtnis. Der Beitrag jüdischer Schriftsteller zur deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Bamberg 1992, S. 77 104
WULF SEGEBRECHT: Über Anfänge von Autobiographien und ihre Leser, in: GÜNTER NIGGL (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989, S. 158 169
HILDE SPIEL: Die österreichische Literatur nach 1945. Eine Einführung, in: H. S. (Hrsg.): Die zeitgenössische Literatur Österreichs. Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Autoren Werke Themen Tendenzen seit 1945. Zürich/München 1976, S. 11 127
JEAN STAROBINSKI: Der Stil der Autobiographie, in: GÜNTER NIGGL (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. Darmstadt 1989, S. 200 213
AXEL GÜNTHER STEUSSLOFF: Autorschaft und Werk Elias Canettis. Subjekt Sprache Identität. Würzburg 1994, S. 256 330
JI¤Í STROM·ÍK: &Mac226;Das Eigentliche der Welt. Menschen und Figuren in Elias Canettis Autobiographie, in: JOSEPH P. STRELKA/ZSUZSA SZÉLL (Hrsg.): Ist Wahrheit ein Meer von Grashalmen? Zum Werk Elias Canettis. Bern 1993, S. 97 - 108
BARBARA SUROWSKY: Nur aus der Gesinnung heraus schreiben, in: Hüter der Verwandlung. Beiträge zum Werk von Elias Canetti. München/Wien 1985, S. 167 181
ERIKA WEINZIERL: Zu wenig Gerechte. Österreicher und Judenverfolgung 1938-1945. Graz/Wien/Köln 21985 (1969), S. 12 25
ROBERT S. WISTRICH: The Jews of Vienna in the Age of Franz Joseph. Oxford 1990, S. 621 665
BERND WITTE: Der Einzelne und seine Literatur. Elias Canettis Auffassung vom Dichter, in: KURT BARTSCH/GERHARD MELZER (Hrsg.): Experte der Macht. Elias Canetti. Graz 1985, S. 14 - 27
Wortmasken. Texte zu Leben und Werk von Elias Canetti. München/Wien 1995
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